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Montag, 20. Mai 2019

„WUfV“-Gruppe möchte Kinderaugen wieder zum Strahlen bringen

 

Von: Daniel Klier  –  „Ein Kind hatte sich sehnsüchtig einen Weihnachtsbaum gewünscht. Eigentlich etwas ganz Einfaches, doch die Freunde war überwältigend, sodass wir Tränen bekamen“, berichtete Martina Bartzsch-Latscha von der Initiative „Wir Unternehmen für Viernheim“ (WUfV). Schon bei den letzten drei Malen konnten über 550 Kinderaugen zum Strahlen gebracht werden. Das Erfolgskonzept findet 2015 nun Fortsetzung, wie alle Beteiligten bei einer Pressekonferenz erklärten. Bis zur Bescherung sind es zwar noch einige Wochen hin, jedoch benötigt die Aktion einiges an Vorbereitungszeit. Firmen und Privatleute sind aufgerufen, sich erneut zu beteiligen.

Die Arbeitsgemeinschaft traf sich vor sieben Wochen und einigte sich darauf, die Aktion „Viernheimer Weihnachtsbaum“ auch dieses Jahr durchzuführen. Diskussionen gab es dabei keine, alle stimmten sofort zu. „Maximal 200 Kindern im Alter zwischen vier und 16 Jahren können wir Wünsche erfüllen. Die Aktion soll Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Möglichkeit geben, ein Geschenk an Weihnachten zu erhalten. Ganz besonders gilt der Dank den zwei Partnern, nämlich dem Jobcenter sowie dem Katholischen Sozialzentrum“, sagte Karl-Heinz Neumann von der Sparkasse Starkenburg, der gleichzeitig auch der Initiative „Wir Unternehmen für Viernheim“ angehört. In zwei Wochen erfolgt die Verteilung der Wunschzettel, die von Jobcenter und Sozialzentrum an die Zielgruppe weitergegeben werden.

Bisher war es immer ein schöner Moment, wenn die Kinder ihre Geschenke in Empfang nahmen und Freude zeigten. In einer kleinen Feier spielte Gemeindereferent Herbert Kohl mehrere Lieder, es wurde gemeinsam gesungen und erzählt. „Meistens ist es nicht nur das Geschenk, sondern die Wertschätzung, die mit der Aktion verbunden ist. Jeder wird bei der Feier akzeptiert, so wie er ist“, betonte Kohl. Den Verantwortlichen ist zudem die strenge Anonymität wichtig. „Spender und Empfänger bleiben unbekannt. Trotzdem werden die Geschenke liebevoll verpackt und beispielsweise Gummibärchen angehängt“, erklärte Karin Maliske von WUfV. Bei der Ausgabe wird zur Koordinierung mit Nummern gearbeitet.

Der Zeitplan für die Weihnachtsbaum-Aktion lautet wie folgt: Am 14. Oktober werden die Wunschkarten an das Jobcenter bzw. das Sozialzentrum übergeben, die diese an die Familien aushändigen. Bis spätestens 13. November müssen die Karten wieder bei den Stellen eingetroffen sein. „Es ist aber zu beachten, dass Wünsche nach Pistolen, Kleidung, Haustiere oder Prepaid-Karten beispielsweise, nicht erfüllt werden. Der Wert sollte die Grenze von 30 Euro nicht überschreien“, so Neumann. Ein großer Weihnachtsbaum wird am 26. November in der Hauptfiliale der Sparkasse Starkenburg aufgestellt. An diesen hängen anschließend die vielen Karten mit den Wünschen.

Bürgerinnen und Bürger können dann Wunschzettel abhängen und das Geschenk besorgen. Wichtiger hierbei ist aber, den Sparkassen-Mitarbeitern bei Abnahme des Zettels Bescheid zu geben. Alle liebevoll verpackten Geschenke sind bis spätestens 11. Dezember in der Filiale wieder abzugeben. Höhepunkt wird natürlich die kleine Feier im Sozialzentrum sein, die am 17. Dezember, also eine Woche vor Heiligabend, stattfindet. Um die Anonymität aufrecht zu erhalten, ist die Öffentlichkeit hierbei ausgeschlossen, wie das bisher auch der Fall war. Alle Mitglieder von „Wir Unternehmen für Viernheim“ (Wolfgang Hofmann, Karl-Heinz Neumann, Barbara Schmitt-Haas, Karin Maliske, Rolf Jahn, Jochen Hinz, Martina Bartzsch-Latscha) hoffen am Ende wieder sagen zu können: Die Aktion war ein voller Erfolg und die Arbeit hat sich gelohnt!