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Montag, 24. Juni 2019

Unternehmer engagieren sich für Integration ...

Viernheim. Sich nach der Arbeit in lockerer Atmosphäre treffen, einen kleinen Imbiss genießen, etwas trinken, nette Gespräche führen und sich näher kennenlernen. So sieht das Konzept des Afterwork-Treffs der Initiative "Wir Unternehmen für Viernheim" (WUfV) aus. Am Freitag, 25. September, steht bereits die fünfte Auflage an, die diesmal im Autohaus Ernst in der Levi-Strauss-Allee 1 (Bannholzgraben) stattfindet.

Die Zusammenkunft von Viernheimer Gewerbetreibenden verfolgt aber auch einen sozialen Zweck, der Erlös aus Spenden wird diesmal dem Flüchtlingsprojekt "Ich bin ein Viernheimer" zugutekommen.

Die Werbetrommel rühren

In einem Pressegespräch rührten die Organisatoren die Werbetrommel. "Auch wenn wir uns in Viernheim mittlerweile einen guten Namen gemacht haben. Die Zahl unserer Gäste ist von Mal zu Mal gestiegen, was uns bei den Bestrebungen einer besseren Vernetzung optimistisch stimmt", freut sich WUfV-Sprecher Wolfgang Hofmann schon jetzt über einen guten Zuspruch.

In den bisherigen Treffen kamen stolze 10 000 Euro für gute Zwecke zusammen. Die Gewerbetreibenden vor Ort müssen lediglich zwei, drei Stunden ihrer Zeit "opfern" und vielleicht auch eine kleine Spende hinterlassen. Dafür können in lockerer Runde Kontakte geknüpft und sicher interessante Erfahrungen gemacht werden. Mit der Sparkasse Starkenburg und der Volksbank Darmstadt-Südhessen gibt es schon längere Zeit zwei feste Sponsoren dieser Initiative, neu ist das Autohaus Ernst hinzugekommen.

"Außerdem wird an diesem Nachmittag die Telekom mit einem Informationsstand über den Ausbau des Breitbandnetzes in Viernheim informieren, was speziell für die hier ansässigen Firmen interessant sein dürfte", freut sich der städtische Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz. Für Interesse dürfte der Vortrag von Sven Deckert sorgen, der sich mit dem Thema "Servicewüste Deutschland - Kunden begeistern und gewinnen" befasst.

Für Bernd Lösch vom Autohaus Ernst war es eine Selbstverständlichkeit, für dieses Treffen die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, "denn so ein tolles Konzept habe ich bisher noch nicht kennengelernt. Dazu kommt noch der soziale Gedanke, da muss man einfach mitmachen". Auch Bürgermeister Matthias Baaß freut sich, dass in Viernheim etwas unternommen wird. "Da passt die Doppeldeutigkeit der Initiative Wir Unternehmen für Viernheim bestens. Mittlerweile hat sich schon ein großer Kreis an Firmen zusammengefunden, dafür gebührt den Organisatoren ein großes Lob", so das Stadtoberhaupt.

Sprachkurse für Asylbewerber

HiMi-Pfarrer Angelo Stipinovich kennt die Initiative "Wir Unternehmen für Viernheim" von der Weihnachtsbaumaktion seit einigen Jahren. Dass jetzt auch noch das Projekt "Ich bin ein Viernheimer" von den Aktivitäten dieser Gruppierung profitiert, passt nach Aussage des Geistlichen hervorragend in die Zeit. "Zur Unterstützung der Flüchtlinge können wir jede Hilfe gebrauchen, denn die Arbeit nimmt eher zu. In erster Linie gilt es - neben den Unterkünften - Sprachkurse anzubieten, denn nur dann kann die Verständigung klappen. Das alles kostet Geld, weil die Ehrenamtlichen die Herausforderungen nicht allein stemmen können", so Stipinovich. JR